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Hautunterton bestimmen: 5 einfache Tests für zu Hause

Dein Hautunterton ist der feine Farbton unter der Hautoberfläche: warm (golden oder pfirsichfarben), kühl (rosig oder bläulich), neutral (eine Mischung aus beidem) oder oliv (ein grünlicher bis graugrüner Schimmer). Er verändert sich nicht, wenn du braun wirst, und du kannst ihn mit fünf einfachen Tests zu Hause herausfinden.
Der Oberflächenton beschreibt, wie hell oder dunkel deine Haut ist, und er schwankt mit den Jahreszeiten. Der Unterton bleibt dagegen konstant. Genau deshalb lohnt es sich, ihn zu kennen: Du findest damit Kleidung, Schmuck und Farben, die dir das ganze Jahr über stehen.
Vorbereitung: So testest du richtig
Gute Bedingungen sind wichtiger als jeder einzelne Trick.
- Stell dich ans Fenster, bei natürlichem Tageslicht. Gelbliches Glühbirnenlicht und bunte Wände verfälschen das Ergebnis.
- Teste auf ungeschminkter Haut, ohne Foundation, getönte Tagescreme oder Selbstbräuner.
- Zieh farbige Oberteile aus und binde Haare zurück, die Farbe ins Gesicht spiegeln.
- Notiere dir nach jedem Test, was du siehst, und vergleiche am Ende alles zusammen.
Test 1: Wie sehen die Adern am Handgelenk aus?
Halte die Innenseite deines Handgelenks ins Tageslicht und schau dir die sichtbaren Adern an.
- Blaue oder violette Adern deuten meistens auf einen kühlen Unterton hin.
- Grünliche Adern deuten meistens auf einen warmen Unterton hin.
- Eine Mischung aus Blau und Grün oder Adern, die du nicht eindeutig zuordnen kannst, sprechen für neutral.
Bei dunklerer Haut sind die Adern oft schwer zu erkennen. Wenn du sie nicht klar siehst, lass den Test lieber aus, statt zu raten.

Test 2: Gold oder Silber, was steht dir besser?
Halte nacheinander ein Goldstück und ein Silberstück an die Haut oder leg sie auf dein Handgelenk.
- Gold lässt deine Haut strahlen, Silber wirkt flach oder ein wenig hart: eher warm.
- Silber sieht frisch aus, Gold wirkt fahl oder gelblich: eher kühl.
- Beides sieht gut aus: neutral, möglicherweise auch oliv.
Wenn dich vor allem Schmuck interessiert, findest du in unserem Ratgeber zu Gold oder Silber mehr Details.
Test 3: Der Test mit dem weißen Blatt
Halte ein schlichtes, leuchtend weißes Blatt Papier oder ein weißes T-Shirt neben dein ungeschminktes Gesicht, bei Tageslicht und vor dem Spiegel.
- Wirkt deine Haut daneben gelblich, golden oder pfirsichfarben, tendierst du zu warm.
- Wirkt sie rosa, rosig oder leicht bläulich, tendierst du zu kühl.
- Wirkt sie graugrün oder aschig-oliv, könntest du ein olivfarbener Typ sein.
- Wenn du keinen Unterschied siehst oder dir Weiß und Elfenbein gleich gut stehen, bist du vielleicht neutral.
Test 4: Wie reagiert deine Haut auf Sonne?
Das ist der schwächste Hinweis, nimm ihn also nur als Tiebreaker.
- Haut, die leicht bräunt und selten verbrennt, tendiert oft zu warm.
- Haut, die zuerst rot wird oder verbrennt und nur langsam bräunt, tendiert oft zu kühl.
Die Sonnenreaktion sagt mehr über die Empfindlichkeit deiner Haut aus als über den Unterton. Sonnenschutz ist ohnehin für alle sinnvoll.
Test 5: Farben ans Gesicht halten (Draping)
Halte einfarbige Stoffe oder Kleidungsstücke nacheinander unter dein Kinn und vergleiche die Paare in der Tabelle. Frag dich, bei welcher Farbe deine Haut frischer und dein Blick klarer wirkt und bei welcher du müde aussiehst.
| Vergleich | Wenn die erste gewinnt | Wenn die zweite gewinnt |
|---|---|---|
| Koralle gegen Fuchsia | Warm | Kühl |
| Olivgrün gegen Smaragdgrün | Warm oder oliv | Kühl |
| Creme gegen Reinweiß | Warm | Kühl |
Wichtig ist der Eindruck im Gesicht, nicht, welche Farbe du an sich schöner findest. Mach am besten ein Foto bei Tageslicht und schau es dir in Ruhe an, denn im Spiegel gewöhnt sich das Auge schnell.
Ergebnisse zusammenführen
Zähle nach: Stimmen mindestens drei Tests überein, ist das dein wahrscheinlichster Unterton. Verteilen sich die Ergebnisse, bist du vermutlich neutral und kannst eine breitere Farbpalette tragen. Zeigt der Papiertest einen graugrünen Schimmer, lohnt sich ein Blick auf den olivfarbenen Hautunterton, denn er verhält sich anders als warm und kühl.
Wenn du einen Überblick über alle vier Typen und die passenden Farben möchtest, hilft dir die vollständige Unterton-Übersicht weiter.
Übrigens: Die Frage nach dem Unterton ist der erste Schritt jeder Farbanalyse. Wer seinen Farbtyp genauer bestimmen will, schaut danach noch auf Helligkeit und Kontrast. Doch schon der Unterton allein macht im Alltag einen spürbaren Unterschied.
Wie Kittyfit dabei hilft
Wenn du nicht mit Stoffen und Papier hantieren möchtest, bestimmt Kittyfit deinen Unterton für dich. Ein kurzer Test und optionale Fotos von Gesicht und Handgelenk werden auf deinem iPhone analysiert, danach bewertet die App Kleidung und Schmuck passend zu deinem Ergebnis. So funktioniert es.
Häufige Fragen
Verändert sich mein Unterton, wenn ich braun werde?
Nein. Bräune verändert deinen Oberflächenton, der für eine Weile dunkler oder wärmer wirkt, aber der Unterton darunter bleibt gleich. Teste am besten im Winter oder an Haut, die länger keine Sonne gesehen hat.
Können Make-up oder Selbstbräuner meinen Unterton verdecken?
Ja. Foundation, getönte Tagescreme und Selbstbräuner färben die Hautoberfläche ein. Mach deshalb jeden Test auf ungeschminkter Haut.
Was, wenn meine Ergebnisse gemischt sind?
Das ist ganz normal. Wenn sich die Tests gleichmäßig auf warm und kühl verteilen, bist du wahrscheinlich neutral. Zeigt sich ein grünlicher oder graugrüner Schimmer, lies dir den Abschnitt über den olivfarbenen Unterton durch.
Wie viele Tests sollten übereinstimmen, damit ich dem Ergebnis traue?
Peile drei von fünf an. Ein einzelner Test ist ein Hinweis, keine Antwort.
Allgemeine Stilhinweise auf Basis gängiger Farbanalyse-Praxis, keine medizinische oder dermatologische Beratung. Ergebnisse hängen von Licht, Gerät und Person ab.