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Kapselgarderobe Farben: Die 60/30/10-Palette

Ordentlich sortierte Kleidung im Schrank

Eine Kapselgarderobe mit Farbplan besteht aus zwei Basisneutralen, zwei Ergänzungsfarben und einer Akzentfarbe. Als grobe Faustregel entfallen etwa 60 Prozent der Teile auf die Basis, 30 Prozent auf die Ergänzung und 10 Prozent auf den Akzent. Das ist eine Orientierung, kein Gesetz.

Der Vorteil: Fast alles passt zu allem, du brauchst weniger Teile und stehst morgens seltener ratlos vor dem Schrank.

In 3 Schritten zur Palette

  1. Zwei Basisneutrale wählen. Das sind die Farben für Hosen, Mäntel und Schuhe, etwa Marineblau und Grau oder Kamel und Creme.
  2. Zwei Ergänzungsfarben ergänzen. Sie stehen für Oberteile, Pullover und Hemden. Sie sollten zu beiden Basisfarben passen.
  3. Einen Akzent setzen. Eine kräftige Farbe für Schal, Tasche oder ein einzelnes Oberteil. Sie darf ruhig auffallen.

Die Farben sollten zu deinem Unterton passen. Wenn du ihn noch nicht kennst, hilft dir der Ratgeber zum Unterton bestimmen weiter.

Beispielpaletten nach Unterton

UntertonBasisErgänzungAkzent
WarmCreme, KastanieOlivgrün, KamelKoralle
KühlMarineblau, AnthrazitEisblau, PflaumeFuchsia
NeutralTaupe, CremeSalbei, AltrosaBordeaux
OlivTannengrün, ErdbraunBordeaux, CremePetrol

Das sind Vorschläge zum Ausprobieren. Entscheidend ist, was dir an deinem Gesicht gefällt, und das findest du bei Tageslicht heraus. Eine Übersicht zu allen Typen gibt dir die Unterton-Übersicht.

Ordentlich sortierte Kleidung im Schrank

Beispiel für eine Starter-Kapsel

Die folgende Liste ist ein Beispiel und keine feste Vorgabe. Passe sie an dein Leben an.

  • 2 Hosen in deinen Basisfarben
  • 1 Rock oder eine zweite Hose in der zweiten Basisfarbe
  • 3 Oberteile in den Ergänzungsfarben
  • 2 Pullover oder Strickjacken, einer neutral, einer in einer Ergänzungsfarbe
  • 1 Jacke oder Mantel in einer Basisfarbe
  • 1 Hemd oder Bluse in Weiß oder Creme, je nach Unterton
  • 1 Teil im Akzent, zum Beispiel ein Schal
  • 2 Paar Schuhe in neutralen Tönen

Die häufigsten Stolpersteine

  • Zu viele Akzente. Wer fünf Akzentfarben besitzt, hat keine Kapsel mehr.
  • Farben, die nur einzeln gut aussehen. Lege geplante Teile vor dem Kauf nebeneinander.
  • Nicht ins Gesicht geschaut. Teile nahe am Gesicht entscheiden darüber, wie du wirkst. Probiere sie unter dem Kinn aus.

Wenn du erst einmal aufräumen willst, ist die Farbinventur für deinen Kleiderschrank ein guter Anfang.

Warum 60/30/10 funktioniert

Das Auge mag Ordnung. Wenn eine Farbe klar überwiegt, eine zweite sie begleitet und eine dritte sparsam auftaucht, wirkt ein Outfit ruhig und gewollt. Zu viele gleichstarke Farben konkurrieren dagegen miteinander.

Du musst die Zahlen nicht nachzählen. Als Faustregel reicht: Die meisten Teile sind Basis, etwa ein Drittel sind Ergänzung, und nur ein paar Stücke sind Akzent. Wer sehr gern Farbe trägt, darf den Akzentanteil erhöhen; wer es ruhig mag, senkt ihn.

So wendest du die Palette an

  • Beim Kombinieren: Nimm morgens ein Basisteil, ein Ergänzungsteil und, wenn du magst, einen Akzent. Das reicht für ein stimmiges Outfit.
  • Beim Einkaufen: Frage dich vor jedem Kauf, zu wie vielen vorhandenen Teilen es passt. Bei weniger als drei lohnt sich Nachdenken.
  • Bei Mustern: Achte darauf, dass mindestens zwei Farben des Musters in deiner Palette vorkommen.
  • Saisonal: Tausche nur Ergänzung und Akzent aus, die Basis bleibt das ganze Jahr bestehen.

Wie Kittyfit dabei hilft

In Kittyfit legst du deine Kleidung als digitalen Schrank an, und die App bewertet jedes Teil passend zu deinem Unterton. Die Analyse läuft auf dem Gerät; Fotos sind optional. Mehr zur App.

Häufige Fragen

Wie viele Teile hat eine Kapselgarderobe?

Das ist nicht festgelegt. Oft sprechen Leute von 25 bis 40 Teilen, aber wichtiger als die Zahl ist, dass sich alles miteinander kombinieren lässt.

Ist 60/30/10 eine feste Regel?

Nein, es ist eine ungefähre Orientierung. Schau eher darauf, dass die Basis überwiegt und der Akzent sparsam bleibt.

Darf ich Muster tragen?

Ja. Wähle Muster, deren Farben in deiner Palette vorkommen, dann bleiben die Kombinationen stimmig.

Allgemeine Stilhinweise auf Basis gängiger Farbanalyse-Praxis, keine medizinische oder dermatologische Beratung. Ergebnisse hängen von Licht, Gerät und Person ab.

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